ANRISS: IRAN UND DIE PSYCHOANALYSE

Eine Sonderpublikation des RISS
RISS - Zeitschrift für Psychoanalyse (ISSN 1019-1976)
Erscheinungsdatum: 10.2016
Spezifikationen Druckausgabe: Hardcover, A5, 194 S.

ISBN 978-3-03846-032-9

Preis: CHF 47.- / € 42 (Sonderpreis für RISS-Abonnenten (Privatpersonen) CHF 39.- / € 35.- inkl. Porto)
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ANRISS: IRAN UND DIE PSYCHOANALYSE


Iran ist ein Land in der Übergangsphase, das weder komplett traditionell noch vollkommen modern ist. Seit fast 150 Jahren ist eine Diskussion zwischen der Modernität und der Tradition zu beobachten.  Eine wichtige Säule der Modernität ist die Psychoanalyse. Ihre Rolle in der heutigen Gesellschaft des Irans ist entscheidend. Viele Vordenker, Schriftsteller, Dichter, Künstler, Geisteswissenschaftler, Psychologen und Psychiater haben großes Interesse an der Psychoanalyse im Iran.

Diese Sondernummer des RISS kann eine Kulturbücke zwischen dem Iran und den deutsch-sprachigen Ländern sein, errichtet mit Bausteinen der Psychoanalyse. 12 Autoren, Analytiker, Psychiater, Kultur- und Medienwissenschaftler – die meisten davon leben im Iran oder sind ausgewandert – ermöglichen durch ihre Beiträge, sich Vorstellungen über Kultur und Geschichte dieses Landes zu machen, das seit langem von Vorurteilen und ökonomischen Interessen seitens westlicher Mächte besetzt worden ist. Die Heterogenität der iranischen Kultur zeigt sich in ihrem Verhältnis zur Freud’schen Psychoanalyse, während die Lacan’sche noch wenig bekannt ist. Besonders interessante Fragen entstehen, wenn die iranische Mythologie mit psychoanalytischen Konzepten, z.B. dem Ödipuskomplex, konfrontiert wird.



INHALT

Zwei Editorials (Peter Widmer und S. Hossein Modjtahedi)



I. Teil: Mythologie und Gesellschaft

Gespräch mit Ali Fooladin über Iranische Mythologie, Geschichte und Psychoanalyse

Mehrdad Arabestani: Ausschau halten nach dem Herrn: der Vorrang des Diskurses der Hysterie im Iran

Kathy Zarnegin: Iran für Fortgeschrittene


II. Teil: Literatur, Kunst und Geschichte

Kamran Alipanahi: Ödipalisierung der Liebe.Von Wis und Ramin bis Tristan und Isolde

S. Hossein Modjtahedi: Analyse der Phantasie in den Gedichten von Hafiz aus psychoanalytischer Sicht

Farideh Eisavand: Die Erzählung eines Zwanghaften. Eine psychoanalytische Lektüre von Die blinde Eule

Hassan Makaremi: Das Unbewusste und das Herz

Dariush Baradari: Der Film Santuri und seine Inszenierungen des Phallus und des Phantasmas
Vahid Mihanparast: Libidinöses Sein in Persepolis. Eine archäoanalytische Perspektive


III. Teil: Ein besonderer Fokus: Die Psychoanalyse an der medizinischen Universität Tehran

Arash Javanbakht, Mohammad Sanati: Psychiatrie und Psychoanalyse im Iran
Mohammed Sanati: Psychoanalyse und Ethik



Annex:

Peter Widmer: Herz und Zunge. Zum Gründungsmythos des Koran
Abstracts (d/f/e), Schlüsselwörter, Autoren

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